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Die Geschichte von Flevoland
Die Zuiderzee bildete eine ständige Bedrohung für ihre Anrainer. Immer öfter wüteten gefährliche Sturmfluten, bei denen Tausende von Menschen umkamen. Grund genug, die Zuiderzee einzupoldern. Ein Anfang wurde 1924 gemacht, und zwar mit dem Abschluss des 2,5 Kilometer langen Amsteldiepdeiches zwischen dem nordholländischen Festland und der Insel Wieringen. Danach wurde der Abschlussdeich in Angriff genommen, der von Wieringen bis ans friesische Festland reichen sollte. Zunächst erschien es als unmögliche Aufgabe, mitten im Meer einen Deich anzulegen. Doch 1932 war es so weit. An der Stelle, an der der Deich geschlossen wurde, steht heute ein Denkmal mit der Inschrift „Ein Volk, das lebt, baut an seiner Zukunft“. Stück für Stück wurde das Gebiet trockengelegt. Die Niederlande hatten eine neue Provinz hinzugewonnen: Flevoland. Im Museum Nieuw Land in Lelystad erzählt eine große Sammlung von Gegenständen, Dokumenten, Karten, Filmmaterialien, Werkzeugen und Geräten die Geschichte des größten Einpolderungsprojektes aller Zeiten.









